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 Übersicht  NW-Gesundheitsthemen  Sabine im Abnehmprogramm  Seite: [1]
 Autor:                Thema: Sabine im Abnehmprogramm
Peter

Co-Administrator


Geschlecht: male
Beiträge 1177
Artikel 739
Kommentare: 94

 Sabine im Abnehmprogramm  20.06.06 - 14:28:33 

Egal was ihr über Diäten gelesen oder gehört habt. Noch nie war eine Geschichte realistischer als diese! Sabine startet von 92 kg und hat ein Ziel: schlank und fit werden!

Sabine schreibt hier über ihren Weg zur Traumfigur, zu ihrer Traumfigur! Was in Jahre angefuttert und gehalten wurde, kann nicht in Tagen dauerhaft verschwinden!

Daher wird uns Sabine noch ein ganze Zeit lang begleiten.




So kam ich zu Nordic Walking

Eine befreundete Kollegin fragte mich, ob ich Lust hätte einen Schnupperkurs für Nordic Walking mitzumachen.

Spontan sagte ich zu, obgleich ich dachte, dass dieses Gehen mit Stöcken für mich wahrscheinlich sowieso nichts wäre.

Also, am 5. 11. 2005 starteten wir dann bei den „besten Voraussetzungen“ – es regnete in Strömen. Unser Kurs bestand nur aus drei Teilnehmerinnen, so dass wir mit dem Trainer Herrn Wolfram Wiedenbeck über dieses und jenes sprachen u.a. darüber, dass er mit Walking und speziellem Essen abgenommen hatte. Er sagte, dass es Leute gibt, die über lange Zeit wenig essen, aber nichts abnehmen, weil ihre Muskulatur insgesamt zu wenig trainiert ist und keine bzw. zu wenig Energie verbrannt wird. Irgendwie traf das doch auch auf mich zu, da ich schon so verschiedene und z.T. auch bedauerliche Erfahrungen beim Abnehmen gemacht hatte. Und das über einen Zeitraum von 8 Jahren!

Aus Spaß sagte ich zu Wolfram, ob er denn nicht eine Probandin bräuchte, um das Abnehmprogramm auszuprobieren und war sehr erfreut, dass Wolfram mich am Ende des Kurses nach meiner Adresse fragte. – Drei Wochen später meldete er sich tatsächlich!!. Diese hielt ich nun für einen „ Wink des Himmels“, zumal ich mich fast schon als Dicke akzeptieren wollte und meine vergeblichen Abnehmversuche  „Rauf und Runter“ endlich an den Nagel hängen wollte.


Und so fing dann alles an!

Am Wochenende vor Weihnachten machte ich einen Kompaktkurs Nordic Walking bei Norwafit mit Wolfram Wiedenbeck, der sehr viel Spaß machte. Am Ende des zweitägigen Kurses, wo wir alles über die Technik des Gehens mit Stöcken lernten und natürlich  bereits munter praktizierten, gab es Stollen und Glühwein- ganz im Sinne von Weihnachten, jedoch mit Abnehmen hatte das noch nichts zu tun.

Weihnachten hielt ich dann auch für eine wirklich schlechte Zeit zum Anfangen einer Diät, da ich als Mutter von 2 Kindern koche, backe etc....- Also beschloss ich zwar ab dem 2. Weihnachttag mit dem regelmäßigen Laufen zu beginnen, aber erst am 2. Januar – nach all den Feiertagen mit dem Abnehmprogramm zu starten. Wolfram, der nun zu meinem Personaltrainer wurde und mir die notwendigen Tipps zum Laufen und Essen gab, akzeptierte diese Entscheidung.



Teil 2: Es geht los!!  -  Das Abnehmprogramm beginnt!

Ja nun war er da, der 2. Januar, ich fühlte mich durch das tägliche Gehen, vom richtigen Nordic Walking war noch keine Rede, beschwingt bei einem stolzen Ausgangsgewicht von 92 Kilo (bei einer Größe von 1,65 m) zu starten.

Hurra, in 12 Tagen passierte Erstaunliches!

Jetzt hieß es 10 Tage nur Gemüse und Obst zu essen und jeden Tag zu walken, wenn möglich 45 Minuten bis 1 Stunde.

Bereits am 4. Januar wog ich 89, 9 kg.

Juchhu – es scheint zu funktionieren. Aber so dachte ich  -  wahrscheinlich ist es nur Wasser.

Der tägliche Obstsalat am Morgen schmeckte mir sehr gut. Jeden Donnerstag hatte ich meinen persönlichen Lauftreff mit Wolfram, der mir mit Rat und wichtigen Tipps zur Seite stand. Montags konnte ich den Lauftreff von NorWaFit  besuchen.  An den anderen Tagen walkte ich allein oder  mit jemandem aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der bzw. die Lust und Zeit hatte mich zu begleiten und freute mich immer wieder über Freunde, Kollegen meine Kinder oder meinen Mann, die mich bei meinen täglichen Märschen begleiteten.

Bei den wöchentlichen Trainingsstunden mit Wolfram merkte ich dann so richtig, dass Nordic Walking echt Sport ist – und es, vor allem gar nicht so leicht ist, in der richtigen Technik zu laufen.

Oh je der lange Arm, ein wesentlicher Bestandteil der Technik - Tja, also ab jetzt  sollte ich also am langen Arm verhungern, so dachte ich, aber so war es nicht!!

Obst und Gemüse schmeckten wirklich lecker und die Pfunde purzelten.

Aber der lange Arm beim Kreuzdiagonalschritt war mir zwar theoretisch  klar, aber in der Praxis beugte ich meinen Ellebogen immer wieder.

Aber ich ging Tag für Tag, mindestens 1/2 Stunde, meistens jedoch eine Stunde und versuchte einen Puls von 130 bis 140 zu erreichen.

Jetzt war der 8. Januar, 88 Kilo hatte ich erreicht. Am 9. Januar waren es 88,8 und am 10. Januar 88,5 kg. Na ja, dachte ich jetzt geht das Gehampel schon wieder los.

Aber treu und brav aß ich Bohnen gedünstet, Möhren, Äpfel und trank Wasser – oh dieses Wasser, es fiel mir wirklich schwer, mindestens 3 Liter zu trinken, an mehr war gar nicht zu denken.

Weil es mir in der Zeit mit Obst und Gemüse sehr gut ging, hielt ich bis zum 13. Januar durch. Als Dank wog ich am 14. Januar 87 Kg!! 5 Kilogramm waren geschafft!

Und weiter geht es!!

Aber nun hieß es weiter zu laufen. Am 14. Januar bin ich zur Belohnung Essen gegangen- 1Steak (200g), ein schöner gemischter Salat und einen köstlichen Maiskolben und ich wog tatsächlich am nächsten Morgen nur 87, 1 kg. Am Tag darauf sah ich das erste mal die 86 Kilo – ich wog 86,5 kg.

Teil 3: Jetzt gab es eine Änderung im Abnehmprogramm!

Nun hieß es 1 Tag Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch und am nächsten Tag natürlich immer noch viel Obst und Gemüse zu essen, aber nun konnte ich auch mal wieder Kohlehydrate in Form von Brot oder Brötchen essen.

Jetzt heißt es Durchhalten!!

Diese Umstellung fiel mir zunächst schwer und obwohl ich auf die 86 Kilo zusteuerte, ich wog  86, 3 kg, fühlte ich mich unwohl, hatte Kopfschmerzen und Hunger.

Meine Motivation war ohnehin schon auf einem kleinen Tiefpunkt und sank dann, als Wolfram bei unserem Donnerstagtreff auch noch krank war, vollends in den Keller.

Trotzdem walkte ich.

Ich walkte jeden Tag im Regen, manches Mal auch im Schnee oder im Schneeregen.

Jetzt hieß es Durchhalten. Aber die Einladung zum Geburtstag am Samstagabend kam mir gelegen. Ich gönnte mir 2 Gläser Rotwein und etwas Kartoffelgratin und ganz toll – es war ja zu erwarten - am nächsten Morgen wog ich 87 Kg !!

Sofort ergriff ich Gegenmaßnahmen, walkte 1 1/2 Stunden und aß am folgenden Tag nur Rohkost, Bohnensalat, Feldsalat mit Pilzen und Obst. Aber kein Erfolg, - die 87 kg hielten sich noch am Montag, erst am Dienstag sah ich die ersehnten 86,5 kg auf der Waage!!

Meine Laune stieg wieder und ich aß ganz viel Obst.

Der lange Arm, an dem ich wohl doch nicht verhungerte, nur kurzzeitig sah es so aus, gelang

mir nun gut. Jetzt hieß es gerade zu laufen d.h. aufrecht zu gehen.

Ich war froh, wieder mit Wolfram zu laufen, da er mich stets motivierte und so konnte ich die notwendigen Verbesserungen an meiner immer noch nicht komplett richtigen Technik gut ertragen. Außerdem wog ich nun 85, 9 Kilo das reichliche Gemüse- und Obstessen ist wohl doch lohnender.

Abends ging ich dann auch zur Belohnung in die Sauna und aß mittags gebratene Hähnchenbrust mit Erbsen – sehr lecker.

Das tägliche Gehen machte mich gelassener. Gegen den Hunger aß ich zur Sättigung besonders gern Vollkornbrot mit Avocadomus oder Forelle, was nicht nur lecker ist, sondern mich wirklich satt machte, trank  immer wieder Wasser, an manchen Tagen schaffte ich auch nur 2 Liter, aber ich lief jeden Tag, so dass ich über 86,6 kg und weiter über 85,4 kg am 1. Februar 85 Kilogramm wog

Heute ging ich  mit meiner Freundin 1 Stunde und am Donnerstag konnte ich Wolfram stolz verkünden, dass ich 85 kg wog- 7 kg in einem Monat.

Aber immer noch plagte ich mich  mit der Technik des richtigen Walkens  herum. Ich dachte zwar, dass ich die Technik nun endlich beherrsche, ich ging ja nun „so was von gerade“, aber jetzt war meine Armbewegung dran. Die Arme mussten nämlich nicht nur gerade sein, sie mussten viel weiter nach hinten raus.

Also schleuderte ich meine Arme nach hinten, ich übertreibe, so gut gelang es nun wirklich noch nicht.


Teil 4: Fitnessscheck und ärztliche Untersuchung

Ja und nun wurde unser ganzes Unternehmen auf wissenschaftliche bzw. ärztliche Beine gestellt.

Am 2. Februar ging ich in die Praxis von Dr. Petry, wo ein Fitnessscheck und eine gründliche Blutuntersuchung gemacht wurde.

Jetzt stand es offiziell fest: Adipositas, ja auf Deutsch heißt das Fettleibigkeit!!. Tja, aber Dr. Petry war sehr nett und machte mir Mut, dass das Abnehmen mit Bewegung, sprich Nordic Walking  und Ernährungsumstellung sicher weiter funktionieren würde. Er meinte, dass eine Ernährungsberatung sicher hilfreich wäre und so machte ich einen Termin bei Herrn Küllenberg am 1. März. Dann, dachte ich brauche ich bestimmt Hilfe. Bis jetzt lief es ja ganz gut allein.

Meine Fitness lag bei 85 %, die Blutwerte waren o.k. und mein optimaler Puls zur Fettverbrennung war nun festgelegt auf 120 –140 Schläge.

Weiter ging es also  und 8 Kilo sind geschafft!!!

Feldsalat mit Pilzen wurde neben Forelle auf Vollkornbrot mein Lieblingsessen und am 4. Februar wog ich 84 kg.

Nun nahm ich an einer Gruppenfahrt in eine Jugendherberge teil. Ich aß von Samstagabend  bis Sonntagmittag, lediglich 3 Mahlzeiten des Jugendherbergsessens. Es war mir eine willkommene Abwechslung, aber es wunderte mich nun nicht mehr, dass ich am Montag früh 85,5 kg wog.

Montag war ich wieder auf Kurs und wog bereits am 9. Februar 83,9 Kilo, am 10. sogar 83 kg, am nächsten Tag 84 kg, dann 83,5kg, die mir bekannte und gewohnte Hampelei fing wieder an.

Ich lief weiterhin jeden Tag eine gute Stunde, so dass ich an Weiberfastnacht 82 kg wog.—Grund genug für ein paar Abwege, Karneval ist doch nur einmal im Jahr!

Karneval -- ich komme auf Abwege

Ich aß Berliner, trank Kölsch, aß beim Griechen Gehacktes mit Schafskäse und fühlte mich am Tag danach fürchterlich unwohl und krank, wog Samstag zur Strafe 84 Kg, sündigte über die nächsten Karnevalstage weiter, so dass ich Aschermittwoch 85 Kg wog. So konnte ich meinen 1. Termin bei Herrn Küllenberg als echte Adipositaspatientin antreten!

Schade, dass es nicht 1Tag später war. Da wog ich nur noch 83,5 kg! Denn trotz aller falschen Essgewohnheiten lief ich ja jeden Tag meine Rund von 1 Stunde.

2 Wochen „Buße“

Ich lief täglich, versuchte mich wieder gut zu ernähren, aß Fisch, Fleisch, Gemüse, fühlte mich satt und hatte am 8. März, also 2 Wochen später wieder mein Vorkarnevalsgewicht.

Und es lohnt sich doch!!

Am Donnerstag als ich Wolfram traf, wog ich 81,5 kg und am 13. März wog ich 81 kg.

Meine Ernährungsumstellung und das tägliche Laufen hatten sich gelohnt. Ich habe in 1 ½ Monaten 11 Kilogramm verloren und war richtig stolz darauf.

Den folgenden Monat kann ich euch jedoch nichts Stolzes und Euphorisches mehr berichten.

Zeit der Stagnation!!?

Mein Gewicht ging Grammweise rauf und runter, ich lief dennoch jeden Tag eine Stunde, aß fast immer gesund und vorschriftsmäßig, aber mein Körper ließ die Pfunde nicht mehr los!

Aber wisst Ihr was, das war mir zu diesem Zeitpunkt manchmal sogar ganz egal, da ich mich körperlich zunehmend fitter fühlte und immer noch stolz auf meine 11 Kilogramm war.

Unter normalen Umständen und ohne die tolle Unterstützung von Wolfram hätte ich bestimmt wieder zugenommen.

Als dies jedoch am 15. April nach einem Kurzurlaub passierte und ich wieder 1 Kilogramm trotz täglichen Laufens zugenommen hatte, schlug Wolfram am 20. April,- endlich fanden auch unsere Donnerstagstreffs nach einer 5-wöchigen Pause wieder statt, eine Kursänderung vor.

Gemeinsam überlegten wir nach Gründen für die Gewichtsstagnierung, sicherlich gibt es da einige, die es sich herauszufinden lohnt, aber noch besser ist es, nicht aufzugeben und wieder auf Kurs zu gehen.

Teil 5: Jetzt heißt es erst recht auf Kurs bleiben, mit einer kleinen Veränderung – den Trainingspausen

Jetzt heißt es erst recht auf Kurs bleiben, mit einer kleinen Veränderung – den Trainingspausen

Wolfram schlug mir vor, dass ich ab nun Trainingspausen einlegen solle und nur 4 – 5 mal in der Woche walken soll!

Und da ich doch nun endlich wollte, dass mein Gewicht weiter runter ging, entschied ich mich wieder dafür, nun ab Montag, dem 24. April erst mal wieder nur Obst und Gemüse zu essen, um meinen Körper aus der Reserve zu locken.

Also echtes Ausdauertraining war nicht nur beim Gehen, sondern auch beim Essen und bei der Essensumstellung angesagt.

Erste Erfolge waren in Sicht. Ich aß Spargel, Gemüsesuppe, konnte aber nicht ganz auf Kohlehydrate und Fisch verzichten, aß mein geliebtes Forellenbrot und wog endlich am 4. Mai 79,8 Kg.

Quelle: http://www.norwafit.de/nordic-walking-abnehmen/Sabine1.htm
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Peter

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Kommentare: 94

 Re: Was wirklich hilft ...  19.04.08 - 17:12:11 

...ist regelmäßig bewegen, besucht die Lauftreffs 2-3 mal die Woche, macht den Hauptgang beim Essen zur Beilage und umgekehrt, dass ist schon mal 50% der Miete

http://lach-walking.de/lauftreffs.html Auf was warten?

LG Peter
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